Psychologie: Warum Zuhören so wichtig ist

Viele Menschen haben ein großes Defizit in ihrer Gesprächskultur, gerade in einer politisch so aufgeheizten Zeit wie dieser: aktives Zuhören. Es wird überall und zu jeder Zeit viel geredet. Es wird viel mehr geredet als zugehört. Das kostet nicht nur Zeit, sondern führt auch häufig zu Missverständnissen und Unstimmigkeiten.

Mark Twain berichtet von einem Zuhörer-Experiment, das er einmal durchführte: „Einst war ich in eine Gesellschaft eingeladen. Ich verspätete mich. Als die Dame des Hauses mir dir Tür öffnete, entschuldigte ich mich mit folgenden Worten: ‚Gnädige Frau, entschuldigen Sie bitte meine Verpätung. Ich hatte vorher noch meine Frau umzubringen und drehte ihr den Hals um.‘ Die Miene der Gastgeberin veränderte sich nicht und sie entgegnete: ‚Schön, dass Sie dennoch die Zeit gefunden haben, hierher zu kommen. ‚“

Mangelhaftes Zuhören ist heute weit verbreitet und führt die Hitliste der negativen Kommunikationsmuster an. Zuhören ist jedoch so wichtig, dass sich jeder um eine Verbesserung zu bemühen hat.

Zuhören ist wie das Sprechen eine Basisfähigkeit der Kommunikation, die wir schon seit unserer Kindheit ausüben. Gut zuhören beeinflusst positiv und überzeugt. Anzunehmen, Sprechen sei wichtiger als Zuhören, ist ein gewaltiger Fehler. Um gut zuzuhören, gilt es Interesse zu zeigen und aufmerksam zu sein.

Jemandem seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken, ist ein Zeichen von Wertschätzung. Dementsprechend lässt es jemanden weder höflich noch sympathisch erscheinen, wenn er mit seinen Gedanken immer woanders ist und nur sein eigenes Gesagtes für wichtig hält.

Beim Zuhören kommt es darauf an, ein tiefes und echtes Interesse zu zeigen. Dieses Interesse erfordert offene Augen, einen offenen und lernenden Geist und ein offenes und fühlendes Herz. Volle Aufmerksamkeit und aktives Zuhören könnten der Schlüssel zur Lösung der meisten kleinen und großen Konflikte sein.



Kostenlos chatten

By Writer